Mozarts Leben
Mozart – das Leben eines Wunderkindes
Die Wiege des am 27.01.1756 geborenen Wolfgang Amadeus Mozart stand in der malerischen Stadt Salzburg, Getreidegasse 9. Sein ursprünglich in Augsburg beheimateter Vater Leopold Mozart war schon in jungen Jahren nach Salzburg gekommen.
Bereits mit drei Jahren bewies Wolfgang eine ungewöhnliche musikalische Begabung, die durch seinen Vater,
dem Salzburger Hofviolinisten und Vizekapellmeister, klug gelenkt wurde. Mit fünf Jahren komponierte er die ersten kleinen Klavierstücke, die sein Vater in Noten setzte. Eine Anzahl Messen, Symphonien, Arien, Serenaden entstanden in dieser Zeit. Konzertreisen ab 1763 – 1766 führten das klavierspielende Wunderkind und seine fünf Jahre ältere Schwester Nannerl, selbst ein musikalisches Wunderkind, durch ganz Europa. Für Mozarts Entwicklung waren die Reisen von nicht geringer Bedeutung, zumal er mit seiner verblüffenden Anpassungsfähigkeit jede nur mögliche Stilform zu beherrschen lernte.
Nach seinem Italienaufenthalt entwickelte sich in der Salzburger Stille vor allem der Symphoniker Mozart.
1772 wird Wolfgang erzbischöflicher Konzertmeister. Der ziemlich eigenwillige und zugleich auch höchst impulsive Musiker fühlte sich durch den überkorrekten Erzbischof von Salzburg im Bischofspalast sehr eingeengt. Trotzdem waren die Salzburger Jahre für Mozart sehr produktiv. 1777 unternahm Mozart mit seiner Mutter eine erfolglose Reise nach Paris, bei der seine Mutter erkrankte und kurz darauf 1778 verstarb.
In den letzten Salzburger Jahren, als er als Organist an der Domkirche und als Hofkomponist des Erzbischofs tätig war, schrieb Mozart sehr viel Kirchenmusik und andere bekannte Werke. 1780 erhielt er den Auftrag, eine Opera seria für den Kurfürsten zu schreiben: “Idomeneo”, das erste große dramatische Werk.
Seine Beziehungen – auch aufgrund der häufigen auswärtigen Konzertreisen – zum Erzbischof aber wurden immer gespannter. Zum offiziellen Bruch kam es 1781 nach einem stürmischen Auftritt, als der Komponist gemein beschimpft wurde. Mozart musste also aus der Salzburger Enge und lebte nun endgültig als freier, unabhängiger Künstler in Wien. 1782 heiratete er Konstanze Weber. Kompositionen wie “Die Entführung aus dem Serail”, “Hochzeit des Figaro”, “Die Zauberflöte” folgten. Schwierige finanzielle Verhältnisse und kränkliche Phasen vertieften seine Todesgedanken; noch dazu, als sein Vater 1787 verstarb.
Mozart selbst arbeitete bis zu seinem Todestag – 5. Dezember 1791 – an einer Messe, dem “Requiem”.
Beerdigt wurde er – aus Sparsamkeitsgründen – in einem Massengrab. Keiner seiner Freude nahm an der Beerdigung teil, niemand kümmerte sich um das Grab.